Die FXP-Szene besteht aus einer Schar von Internetnutzern, die ebenfalls auf FTP-Server gespeicherte Schwarzkopien im Internet austauschen und verbreiten. Im Gegensatz zur Release-Szene benutzt die FXP aber keine eigenen Server, sondern dringt auf fremde Server ein und missbraucht sie zur Speicherung von Schwarzkopien.
Ihren verdankt die FXP-Szene einer technischen Besonderheit vieler FTP-Server. Die Funktion FXP (File Exchange Protocol)
ermöglicht das direkte Übertragen von Daten zwischen zwei FTP-Servern. FXP hat den großen Vorteil, dass diese Art der Server-zu-Server-Übertragung weitaus schneller ist.
Die FXP-Szene durchsucht das Internet gezielt nach fremden Servern, zum Beispiel von Hochschulen und Unternehmen, auf denen sie die Schwarzkopien ablegen kann. Bei den gefundenen Servern handelt es sich entweder um Rechner, die von den Betreibern nicht ausreichend gegen Eindringlinge geschützt wurden oder es gelingt
der FXP-Szene Sicherheitslücken auszunutzen. Die Zugangsdaten der gekaperten FTP-Server werden in der FXP-Szene dann in digitalen schwarzen Brettern, den FXP-Boards (oder einfach nur Boards genannt) veröffentlicht. Die Boards sind also Wegweiser zu den Servern, auf denen Warez abgelegt wurden. Erreicht werden die Server über ihre jeweilige IP-Adresse, die immer in den Boards mit angegeben wird. Sie ist eine Art Einladung an alle Board-Mitglieder, sich von den gehackten Servern zu
bedienen.
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